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Speyer nach Leverkusen vom 3. 10. – 10. 10. 2009
Begonnen
wurde mit dem Laden der Boote am Bootshaus des VKL am Freitag, den 02.10. um
18.00 Uhr. Da auch die Teilnehmer aus den Niederlanden und Thüringen pünktlich
da waren war das Beladen der Boote und des Gepäcks auf den Bootsträger schnell
erledigt.
Mit dem Bus
wurden die Paddler zum Leverkusener Bahnhof gefahren und mit dem Ticket
„Schönes Wochenende“ startete die Reise nach Speyer. Drei Kanuten fuhren mit
der Fahrerin des PKW’s mit Bootshänger nach Speyer. Das Auto war schneller als
der Zug und bei unserer Ankunft lagen die Boote schon abgeladen schön
aufgereiht auf der Wiese und an einem langen Tisch konnten wir uns bei Kuchen
und Kaffee stärken. Nach Bezug unseres Nachtlagers im Jugendraum und in der
Bootshalle machten wir uns auf in die alte Reichsstadt und besichtigten den
Kaiserdom und die Altstadt, bevor wir uns am Abend in einer Gaststätte
stärkten. Die Nachtruhe war nicht riesig, da gleichzeitig im Bootshaus eine
Feier mit Tanz stattfand.
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Die Gruppe von Kanuwanderen am Rhein
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Am Sonntag,
den 4. 10. war der Start in Speyer und dazu zogen wir die Boote mit unseren
Bootswagen ca. 200 m zu einer Schrägrampe am Hafen. So konnte gemeinsam
gestartet werden zu unserem Tagesziel beim Wassersportverein Worms. An Mannheim
und Ludwigshafen vorbei erreichten wir unser Ziel nach 44,5 km. Hier machten
wir uns wieder landfein und fuhren mit Taxen in die Stadt, wo uns eine Bekannte
einer Mitpaddlerin aus Wuppertal sich wie auch im vergangenen Jahr anbot, uns
durch die Stadt zu führen. Dieses Jahr war der Schwerpunkt das Judenviertel mit
Synagoge und Bad, Stadtmauer und
Hagendenkmal sowie die
Wassergütestation. Ein gutes Abendessen in der Vereinsgaststätte schloss einen
schönen Tag ab.
Am nächsten
Tag wartete eine 30,6 km lange Paddelstrecke auf uns zum WSF Guntersblum. Auch
diesmal benötigten wir wieder einen Bootswagen, um unsere Boote ca. 300 m zum
Bootshaus zu schieben. Hier hatte sich unser Mitpaddler Reinhold aus
Guntersblum eine Überraschung ausgedacht. Wir wurden am Bootshaus von einem
Traktor mit großem Pollerwagen abgeholt und durch die Weinberge gefahren. An
einem Aussichtspavillon wurde ein Stopp eingelegt und die Gläschen gefüllt.
Dann ging es weiter zum Weingut Schauf. Der Winzer zeigte uns stolz seine
Erntemaschinen und seine Weintanks und Fässer, bevor wir zu einem vorzüglichen
Abendessen mit Weinprobe im Haus Platz nahmen. Spät in der Nacht brachte uns
der Winzer mit dem Bollerwagen zurück zum Bootshaus.
Dienstags
ging die Fahrt weiter zu unserem neuen Ziel bei den Kanufreunden Mainz-Mombach
(31,3 km). Leider meinte es der Wettergott nicht gut mit uns und so waren es
nur wenige Kanuten, die sich nach Ankunft auf den Weg in die verhältnismäßig
weit entfernte Stadt aufmachten. Zu einem Restaurant war ein Fußweg von 20 Minuten
notwendig, aber aufgrund der großen
Portionen war ein solch langer Rückweg der Gesundheit förderlich.
Am Mittwoch
ging bei wieder gutem Wetter die Fahrt von den Kanufreunden Mainz-Mombach zum
Bacharacher Ruder-Club (39 km). So hatten wir unterwegs Zeit um Eltville, die
Wein-, Sekt- und Rosenstadt zu besichtigen. Eine Stadtführerin zeigte uns alle
wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt und erzählte allerhand Anektoden. Die
zweite Pause legten wir in Rüdesheim ein und die Neulinge der Tour benutzten sie
um die Drosselgasse und die Stadt zu erkunden. In Bacharach war es wegen des
extremen Niederwassers notwendig einen großen Bogen um die Sandbänke zu fahren,
um das Ufer zu erreichen. Beim Ruder-Club deponierten wir die Boote und stiegen
mit leichtem Gepäck hoch zur Burg Stahleck, der wohl schönsten Jugendherberge
in Deutschland. Hier konnten wir Abendessen und Frühstück einnehmen und
genossen an einem schönen und warmen Abend den herrlichen Ausblick ins
Rheintal.
Der
Donnerstag führte uns vom RC Bacharach zur Rudergesellschaft Lahnstein (43,2
km). Dies ist unbestritten der schönste Teil des Rheins. Kaum waren wir im Boot
kommt auch schon der Pfalzgrafenstein (die Pfalz) in unser Blickfeld. Der Fluss
wird enger und schneller und noch mehr als sonst war Vorsicht geboten. Die
Gruppe blieb schön zusammen, um nicht bei der Loreley mit hohen Wellen von
talwärts fahrenden Schiffen überrascht zu werden. Bald war auch schon die
Loreley erreicht und hier wurde wieder eine Rast eingelegt, verbunden mit einem
Aufstieg zur Loreley. Wenn es auch ein beschwerlicher Aufstieg ist so ist die
fantastische Aussicht Lohn dieser Mühen. Auf der Weiterfahrt machten wir im
Weinhaus Salzig in Kamp-Bornhofen eine weitere Pause. Hier machen wir schon
seit ca. 40 Jahren Pause und sind als Paddler immer willkommen. Wir hatten uns
mit Handy schon angemeldet, denn wir kamen außerhalb der üblichen
Öffnungszeiten. Bei der Rudergesellschaft Lahnstein sind wir schon seit einigen
Jahren Gast und Herr Gille, der Hauswart, erwartete uns. In einem nahen
Gasthaus konnten wir uns wieder stärken.
Am Freitag
paddelten wir dann an Koblenz und am Deutschen Eck vorbei (wo wir einen kläglichen
Stern mit unseren Booten für ein Foto bildeten) bis zum Bootshaus des WSV
Sinzig. Hier wurde am großen Stammtisch eine Pause bei Kaffee und Kuchen
eingelegt, bevor wir zu unserem Ziel beim KC Unkel weiterfuhren. An diesem Tag
hatten wir 50,3 km zu bewältigen. In Unkel erwartete uns schon der
Bootshausmeister Udo und sorgte dafür, dass trotz des kleinen Bootshauses alle
zufrieden unterkamen. Udo hatte für uns schon groß eingekauft und es dauerte
nicht lange, bis der große Grill brannte und jeder etwas Leckeres zum Essen
hatte.
Der letzte
Tag der Tour führte uns von Unkel nach Leverkusen. Mit 65,3 km ist dies die
weiteste Strecke, doch aufgrund der erworbenen Kondition in dieser Woche kein
Problem. Mehr Probleme bereitete uns wieder das Wetter, denn der Regen war
nicht angenehm. Im Bootshaus des Postsportverein Bonn konnten wir uns an Kaffee
erfreuen und uns auch aufwärmen und die zweite Pause machten wir beim KC
Grün-Gelb Köln, bevor wir zu den letzten Kilometer bis Leverkusen aufbrachen.
Hier angekommen machten sich einige Mitfahrer auf in die Stadt und kauften
Erbsensuppe und Würstchen und ein warmes Essen schloss eine schöne und
erlebnisreiche Fahrt ab.
Ein
Bericht von: Dieter Duffner
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