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Korsika Ostern 2010 Drucken E-Mail
Geschrieben von David Seehausen   
Samstag, 19. Juni 2010

Am 26.03.2010 war es wieder soweit: Eine Horde von Paddlern, darunter der Kanu Sport Klub Bayer 1951 e.V. Uerdingen , die Spielvereinigung Boich/Thum , besser bekannt unter dem „team paddelsüchtige “ und natürlich der VKL machen sich auf, Korsika im Sturm zu erobern.

Das Ganze startete morgens in der Früh. Nachdem einige Mütter wieder nach Hause fahren mussten um die letzten vergessenen aber unbedingt notwendigen „Kostbarkeiten“ zu holen, ging es um 12.30 Uhr auch schon los. 14 Stunden Fahrt lagen vor uns; 14 Stunden voller Tankstellenkaffees, Diskussionen über die Musik, unzähliger Schlafversuche und Ständchen des einen oder anderen bis dahin noch unentdeckten Gesangstalentes. Doch dann kamen auch wir an der Fähre in Livorno an, wo wir uns alle wiedertrafen.

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Sonja auf dem Tavignano in Korsika (Frankreich)
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Uli hinter dem Peschelschreck auf dem Rizzanese

Während die einen erst einmal den Drang nach einer ausgiebigen Wasserschlacht hatten, wollten sich die anderen die Beine vertreten, z.B. beim Gang zur Toilette. Auf dem Weg machte es den Anschein als hätten wir uns über Nacht vermehrt, da den Plan Korsika zu erobern anscheinend auch einige andere Paddler im Sinn hatten. Nun ja, wir besiedelten erst einmal die Fähre, wo sich auch gleich die Strapazen der vergangen Stunden bemerkbar machten. So hielt der Großteil von uns zunächst ein Nickerchen entweder auf Deck oder im gemütlichen Kinderparadies.

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Dominik

Nach nur 4 ½ Stunden kamen wir auch schon in Bastia an. Die Umgebung überwältigte einen. Der erste Eindruck hatte einen Touch von Palma de Mallorca, doch schnell wurde klar, Korsika ist atemberaubender. Auf dem Weg zum Campingplatz Ernella, der auf halber Strecke zwischen Aleria & Corte liegt, bestaunten wir auf einem Blick Plamen, Kakteen, blaues Meer, weißen Sandstrand, Steilklippen, und gleichzeitig Berge mit Schnee. Das einzige was einen ein wenig verunsicherte waren die kaputten Autos bzw. Autohälften, die immer wieder im Busch am Straßenrand oder am Flussufer herab der Klippen langen.

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Fabian beim Klettern bei Corte

Angekommen am Campingplatz bauten wir als erstes das Küchen- & Essenzelt auf, danach die Privatzelte, während ein kleiner Teil die Hütten bezog und zu guter Letzt richteten wir ein Volleyballfeld sowie eine Feuerstelle ein. Danach begaben wir uns auf Erkundungstour, ohne den Hauch einer Ahnung was uns erwartet: Zum Einen bemerkten wir, dass sich wohl alle Paddler Ernella als Hauptquartier ausgesucht hatten; zum Anderen wurden wir mit den Toiletten ohne Licht und ohne Klopapier sowie den Duschen im Freien konfrontiert, die auch immer wieder aufs neue Überwindung kosteten. Obwohl der erste Tag noch windig war, wurde uns die weitere Woche Sonnenschein bereitet. Das perfekte Wetter um paddeln zu gehen! Durch die Aufteilung in verschiedene Gruppen (Wildwasser-/Seakayak-/Kletter- & Wander-Gruppe) konnte jede Gruppe am Sontag den persönlich besten Einstieg in die 2-Wochen-Tour finden. So fuhren einige die Anfänger Strecke - den mittleren & den oberen Teil unseres Hausbaches „Tavignano“; gingen klettern bzw. wandern oder paddelten auf dem offenen Meer. Nach der Rückkehr (zurück zum Platz) weihten die meisten von uns das Volleyballfeld ein. Dabei machten wir direkt Bekanntschaft mit unseren ach so netten neuen Nachbarn, mit denen wir später noch mal aneinander geraten sollten...

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David am Rizzanesefal

Eine kleine Gruppe der besten unserer Fahrer machten sich am Nachmittag zur Schlucht (Tavignano) auf, da sie die Ausflüge am nächsten Tag zum Tavignano nicht abwarten konnten. Dabei lohnt es sich doch auf etwas Gutes zu warten, denn der Nachmittag des nächsten Tages sollte wohl einer der lustigsten des Urlaubs werden, da aus irgend einem Grund, einige der Mädels auf die Idee kamen, den Traum aller Männer zu erfüllen, indem sie ausschließlich mit Schürzen bekleidet im Takt der Musik Burger zubereiteten. Nach und nach zogen sich immer mehr Jungs ihre Klamotten aus und zogen stattdessen (ausschließlich) Spritz-decken an (Woher die wohl ihren Namen haben?). Das Ganze artete immer weiter aus, sodass im Endeffekt der Küchen-dienst von nackten Köchen mehr oder weniger übernommen wurde, die sich zur eigentlichen Haupt-aufgabe machten, auf dem Tisch zu tanzen.

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Volleyballspielen am Camp

Zum Ende des Abends ließen wir uns gemeinsam am Lagerfeuer nieder und sangen bloß die halbe Nacht, da sich ein paar Nachbarn gestört fühlten. Aber das macht uns ja nicht runter, also starteten wir mal wieder voller Freude in den neuen (ersten freien) Tag. An diesen Tag teilten wir uns: Die eine Hälfte begab sich auf Kletter-Tour, die Andere auf eine Stadterkundung von Corte. Man glaubt gar nicht wie schwer es ist auf Korsika eine ganz normale Kugel Eis zu finden. So schwer, dass die Stadterkundungstruppe nach stundenlanger Suche (das ist ernst gemeint) mit Pizza da saß.

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Uwe beim Klettern nahe Corte

Am Abend ging es auf die „Piste“: Es wurde mal wieder ausgiebig gefeiert (ohne Kameras natürlich), sodass einige ihren Rückweg komplizierter gestalteten als es eigentlich nötig war (aber das ist eine Andere Geschichte...). Mittwoch ging es mal wieder auf den Tavignano, der auf Grund der verschiedenen Abschnitte nie langweilig wurde. Ruhige Stellen, Prallwände, sowohl anspruchsvolle als auch einfachere Walzen und Wellen machten diesen Fluss mit verschiedensten Schwierigkeitsgraden zu einem aufregenden Erlebnis für jeden Paddler. Nach dem Ausflug entspannten wir gemeinsam bei einer Runde Volleyball. Leider fanden unsere Nachbarn das Ganze nicht so entspannend, sodass sie kurzer Hand unseren Ball zerstachen. Zum Glück klärte sich die Situation schnell und wir bekamen einen neuen Ball - Ja, der VKL kommt einfach mit jedem klar!

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Die wunderschöne "Barchetta-Schlucht" des Golos

Am nächsten Morgen ging es wieder früh raus, zum Golo. Ein Fluss mit mehreren Wildwasser III Stellen und einer Fischtreppe, die einen über ein Wehr führt. Der Fluss war sogar so anspruchsvoll, dass einige sich überlegten ab einer gewissen Stelle getrennt von ihrem Bus den Ausstieg zu erreichen. Da die Übrigen mit dem Schwimmen alle Hände voll zu tun hätten, gestaltete sich das Boote einsammeln schwieriger als angenommen. Im Klartext: Ein Boot blieb an diesem Tag zurück. Den restlichen Tag verbrachten wir am Lagerfeuer zwischen einer Gitarre, Massageöl, mehreren Liederbüchern und ein paar geselligen Franzosen. Diese Nacht blieben wir lange am Feuer sitzen, schließlich war der nächste wieder ein freier Tag.

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Der Einstieg des Tavignanos nach der Schlucht

Zur Auswahl standen Klettern und eine „Bimmelbahnfahrt“ in die „Großstadt“ Bastia. Leider wurde erst während der Fahrt klar, dass die Hin- und Rückfahrt je 2 Stunden dauerten und der Aufenthalt selber nur eine Stunde. Eine typische Hansi – Zeitberechnung. Was macht man also mit zu wenig Zeit in der Stadt und zu viel in der Bahn? Man latscht zu einer überteuerten Bäckerei um sich mal wieder ein Stück Pizza (ja Pizza in einer Bäckerei) oder ein Gebäck zu holen, um dann nach dem leckeren Snack in der Bahn zu schlafen, obwohl die Fahrt ja eigentlich der Aussicht wegen stattfand. Nach dem Ausflug ging es nicht ganz so gewohnt harmonisch weiter: Wir veranstalteten ein zunächst geplantes Spaß – Volleyballturnier, aus dem schnell purer Ernst wurde, da einige bzw. einer zu viel Ehrgeiz entwickelte und sehr Ziel-fixiert war, was für den VKL doch eigentlich gar nicht üblich ist. Es wurde ein Kampf zwischen Boich und dem VKL entfacht. Nun ja, die Niederlage nahmen dennoch alle VKL - Mitglieder gut hin. Und negative Stimmung konnten wir auch überhaupt nicht gebrauchen in unserer gemütlichen Runde. Schließlich kamen an nächsten Tag die Nachzügler für die zweite Woche und die hofften und freuten sich auf eine lustige Gemeinschaft. Nach einem weiteren Ausflug zum Tavignano und zum Fium Orbo, den sich die Erfahreneren trauten ging es auch schon zum Flughafen als Empfangskomitee.

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Christoph und David auf dem Mittelmeer bei Alesia

Als wir zurück zum Campingplatz kamen wurde uns die freudige Botschaft überbracht, dass das vermisste Boot vom Mittwoch auf einem anderen Fluss zufällig wiedergefunden wurde. Danach ging es auch wieder direkt los zum Supermarkt um 120 Eier zum bemalen für Ostern einzukaufen. Es ist nun nicht schwer zu erraten was unsere Abendplanung bestimmte. 4 Leute mussten mit Hilfe von 5 Filzstiften innerhalb von 2-3 Stunden Arbeit, 120 verschiedene Muster und Motive auf die Eier bringen – Das war unsere Mission. Als auch diese Hürde überwältigt war, konnte man mit einem Blick auf die 3 Körbe voller bunter Ostereier erkennen, dass der folgende Ostersonntag ein voller Erfolg werden sollte.

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Auf dem unteren Vecchio bei super Wetter

Ein paar muntere Osterhasenimitatoren konnten sich sogar überwinden, morgens extra aufzustehen, um die Eier zu verstecken. Schließlich sollte diese Tradition unter dem ganzen Paddelfieber ja nicht ganz untergehen. Nach einem ausgiebigen Osterfrühstück ging es auch wieder auf den Fluss, und obwohl das Wetter an diesem Tag nicht ganz so berauschend war, wie wir es gewöhnt waren, blieb die Festtagsstimmung trotz nasser Paddeljacke und unangenehm kalten Paddelschuhen bei den meisten Teilnehmern erhalten. So machten sich einige auf, um bereits bekannte Flüsse zu wiederholen, oder auch um neues Paddelgebiet zu erforschen. So zum Beispiel die Schlucht des Tavignanos. Auch einige Angsthasen wurden dort hinuntergeschickt, kamen aber mehr oder weniger heil am Ende an. Außer ein paar blauen Flecken ist nichts weiter Schlimmes passiert, bis dahin.

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Jakob auf dem oberen Fium Orbo

Als gegen Abend alle Paddler wieder auf dem Campingplatz zusammenkamen, schien die Stimmung aufgrund des Wetters ein wenig gedämpft. Als aber alle Mägen wieder gefüllt und der Durst gestillt war, wurde die Laune wieder besser, obwohl die erste Woche schon so gut wie vergangen war. Es endete ein weiterer Paddeltag, und die zweite Woche begann mit Montag, dem 5. April.

An dem Tag war wieder einmal „chillen“ angesagt, was einige mit Freude, Andere mit finsterer Miene aufnahmen. Während manche sich zuhause einen gemütlichen Tag machen wollten, starteten andere spontan eine kleine Rundfahrt, auf der Suche nach einer Abwechslung zum eisig-frischen Flusswasser - auf der Suche nach einer Therme, von denen es auf Korsika angeblich mehrere geben sollte. So fuhren wir durchs Land, begegneten auf den schwungvollen Serpentinen der „ein oder anderen“ Kuh, die keine Anstalten machte, sich etwas mehr von den gefährlichen Straßen zu entfernen. Mit der Zeit wurde klar: Die Korsen hielten nicht viel von Ordnung. Wie sonst kämen die Bauern damit klar, dass ihre Kühe überall verstreut an den Straßen rumlungern? Zäune jedenfalls waren weit und breit nirgendwo zu sehen.

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Hansi und Robin auf dem unteren Vecchio

Als wir dann in einem kleinen Dörfchen ankamen, mussten wir uns erst einmal richtig zurechtfinden. Durch Gassen und Hinterhöfe gelangten wir schließlich auf einen verhältnismäßig großen Platz, wo sich - erstaunlicherweise - sogar eine kleine Eisdiele befand. Genau auf diesem Platz jedoch sollte eine der besagten Thermen stehen... Aber links keine Therme, rechts keine Therme. Nur in der Mitte stand ein kleiner Brunnen. In allen Köpfen taten sich Fragezeichen auf. Als die Autofahrer dann mit ihren grandiosen Französisch-Kenntnissen nachfragten, bekamen wir eine enttäuschende Antwort: Ja, hier gab es mal eine Therme, aber das ist so etwa 100 Jahre her! Soso, der Michelin-Reiseführer war also auf dem allerneuesten Stand, jaja... Diese kleine Niederlage wurde jedoch bei allen mit Humor aufgenommen und die Tour wurde im Nachhinein noch ein großer Erfolg. Wir fuhren weiter und genossen die Umgebung, die wunderschöne Flora und Fauna, für die Korsika so bekannt ist. Anfangs war es auch noch lustig, bei jedem halbwegs fototauglichen Setting anzuhalten, auszusteigen und Gruppenfotos zu machen, aber manche fingen an zu protestieren.

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Abendessen am Camp

Aber wie es ja bei allen bekannt ist, kommt man gegen Paddler nicht an, wenn sie in der Mehrheit sind. Gegen Abend trafen sich alle wieder am Platz. Das Küchenteam hatte sich wieder mächtig ins Zeug gelegt, und das wollte natürlich niemand versäumen. Schließlich fand auch dieser Tag am Lagerfeuer mit Gitarrenmusik seinen Ausklang. Nach diesem erholungsreichen Tag konnte also voller Energie in den Dienstag gestartet werden, denn dann sollte von einigen die “Barchetta-Schlucht” des Golos befahren werden. Dieser Tag war schon etwas heftiger als die erste Schlucht. Über zischende Wellen und sprudelnde Walzen, vorbei an plötzlichen Prellwänden und scharfkantigen Steinen, kamen alle gut voran. Nach diesem brausenden Spülgang musste sich dann aber erst einmal im Bus ausgeruht und Energie getankt werden, denn abends sollte es wieder nach Corte gehen. Die Tanzbären unter uns freuten sich, dort wieder eine heiße Sohle aufs Parkett zu legen, aber es sollte ganz anders kommen.

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Absicherung des "Staubsaugers" auf dem Golo

Nach einer rasanten Fahrt in zwei Vereinsbussen, vollgepackt bis obenhin mit gut gelaunten Paddlern, kamen wir endlich in Corte an. Dort fanden wir auch direkt eine kleine Disco. Aus unerfindlichen Gründen verließen wir diese jedoch schon nach kurzer Zeit und klapperten die Nächsten ab. Bis wir schließlich auf die “ReX-Lounge” stießen. Es schien zuerst, als wär dies der perfekte Ort, um den Korsen zu zeigen, wie man ordentlich abfeiert. Die Korsen allerdings waren da wohl anderer Meinung. Irgendwann wurde es dann zu voll und da waren wir auch wieder ganz schnell draußen und zogen weiter durch die Stadt. Nach ein paar Diskussionen jedoch entschlossen wir uns, heimlich still und leise wieder zum Campingplatz zu düsen. Dort angekommen, gab es noch einen leckeren Mitter-nachtssnack: Kandierte Bananen und Äpfel. Diese Kalorienbomben waren auch ganz schnell aufge-gessen. Dieser ereignisreiche Abend musste erst einmal verarbeitet werden. Die gute Stimmung blieb hielt sich aber trotzdem bei allen bis zur letzten Minute und veranlasste sogar manche, noch etwas länger im Küchenzelt zu tanzen, schließlich war das ja der eigentlich Sinn des Abends gewesen. Um 6 Uhr morgens (!) dann gingen auch diese fleißigen Tänzer schlafen, um dann am Mittwoch, 2 Stunden später, wieder aufzustehen.

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Christoph auf dem oberen Fium Orbo

An diesem Tag fand die lang ersehnte Seakayak-Tour statt, bei der einige Mutige sich mal auf salzigen Wellen ausprobieren wollten. Angekommen an einem wundervollen Strand mit glasklarem Wasser, stellte sich heraus, dass die erwarteten Wellen nicht mehr als ein bisschen Schaum am Ufer hervorbrachten. Währen Einige sich daraufhin am Strand in der strahlenden Sonne bräunten oder Volleyball spielten, gingen einige trotzdem aufs Wasser. Das Ziel: eine kleine Insel in weiter Ferne. Nach einiger Zeit “Meerchillen” wurde endlich die Insel erreicht. Diese war aber deutlich kleiner als sie anfangs schien - und mehr als Möwen und deren Nester konnte man auch nicht entdecken. Der Ausblick vom Gipfel allerdings war wunderschön und die Truppe blieb noch ein wenig auf dem Fels. Daraufhin wurde wieder zurück gepaddelt und noch ein bisschen geplanscht. Bis dahin war der Tag sehr erholsam. Als abends aber die ersten anfingen, aufzuräumen und ein bisschen zu packen, zeigte sich, dass es bald vorbei sein würde. Am folgenden Donnerstag war dann wieder ein paddelfreier Tag, und ein paar Teilnehmer machten sich wieder auf den Weg in die Serpentinen. An diesem Tag war eine kleine Rundfahrt geplant, die durch mehrere Städte führen sollte. Einige von diesen waren zum Beispiel die Hafenstadt Calvi mit einer Zitadelle, eine ehemalige Festung der Genueser aus dem 13. Jahrhundert. Dort schlenderten wir durch die schmalen Gassen, umringt von hohen Mauern, aßen Crêpes und warfen von einem höheren Punkt der Zitadelle einen Blick auf den Yachthafen. In der Zitadelle soll Gerüchten zufolge außerdem Christoph Kolumbus geboren sein. Hier sieht man: Wer mit uns unterwegs ist, hat nicht nur Spaß, sondern lernt auch noch etwas!

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Gemütliches Zusammensitzen am Lagerfeuer

Weiterhin machten wir noch einen Stopp in Porto, einem etwas kleinerem Dorf an der Westküste. Dort wurden erst einmal noch die letzten vergessenen Souvenirs gekauft. Es schien ein wenig verlassen hier, nur ein pelziger Streuner lag auf dem Platz in der Mitte und kaute genüsslich an einem Stock. Hier gab es außerdem ein Aquarium, welches aber auch nicht gerade stark besucht aussah. Als wir dann ein hübsches Café einige Meter weiter fanden, waren die Angestellten scheinbar so aufgeregt über ihre Kundschaft, dass sie uns erst hereinbaten und zu einem Platz wiesen, bevor ihnen dann einfiel, dass sie ja doch eigentlich geschlossen hatten. So suchten wir uns ein anderes Café, wo wir dann endlich den lang ersehnten heißen Kakao genießen konnten. Danach machten wir es uns wieder in den Vereinsbussen gemütlich und fuhren weiter. Leider gestaltete sich die Rückfahrt schwieriger als erwartet. Während es immer dunkler wurde grenzten wir schon an den Gipfeln, die immer noch mit Restschnee bedeckt waren. Nach einigen Wendungen kamen wir dann aber doch wieder auf die richtige Fährte und fanden noch vor halb 10 zurück zum Campingplatz. Glücklicherweise hatten die anderen sogar noch etwas Abendessen für uns übrig gelassen. Abends gab es dann außerdem noch eine Abschlussparty der Kayak Session, einem Paddelmagazin, dessen Team über Ostern auf unserem Campingplatz zu Besuch war. Hier gab es mal wieder gute Musik, Paddelfilme und –stuff. Bis in die späte Nacht wurde noch ausgiebigst getanzt und mit ein paar neuen Paddelfreunden aus Norwegen gefeiert.

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Die Sonne am Camp geht langsam unter

Am nächsten Tag wurde dann ein letztes Mal gepaddelt. Auf dem Tavignano wurde dann auch das Paddler-Gruppenfoto mit allen Vereinen gemacht. Danach ging es dann auch schon an die ersten Aufräumarbeiten. Koffer wurden gepackt, Müll eingesammelt und Zelte aufgeräumt. Die folgende Nacht war die letzte auf unserem wunderschönen Campingplatz Ernella. Ein letztes Mal konnte das klare Sternenzelt betrachtet werden, das sich gegen Abend über uns am Himmel ausbreitete. Ein letztes Mal wurde ein friedliches Gute Nacht! unter den Paddelgesellen gewünscht, und ein letztes Mal brannte das Lagerfeuer zwischen den Zelten aus.

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Philipp und Johanna in der Schlucht des Tavignanos

Am darauf folgenden Freitagmorgen wurden dann auch die letzten Vorkehrungen zur Abreise getroffen. Alle Zelte wurden abgebaut und das Koch-Equipment wieder in die eisernen Kisten gepackt. Ein paar „Schnarchnasen“ flitzen außerdem noch einmal kurz nach Corte, um sich die beliebten „I ♥ Corsica – T-shirts“ als kleines Andenken zu kaufen. Danach wurden noch Gruppenbilder mitsamt unseren Genossen vom A-Werk gemacht, und wir konnten endlich (oder eher: leider?) aufbrechen. Nach kurzer Zeit kamen wir dann auch wieder am Hafen an und mussten dort noch auf unsere Fähre warten. Als aber auch diese startklar war, ging unsere Truppe an Deck. Einige sonnten sich auf dem Dach, während manche sich lieber zum Schlafen ins Bordrestaurant verkrümelten und andere wiederum am Heck sehnsüchtig auf Korsika zurück blickten. Die niedergeschlagene Stimmung machte sich bemerkbar und alle waren sich einig: Ein, zwei Wochen mehr auf der Ile de Beauté hätten doch niemandem geschadet...

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Martin auf dem unteren Vecchio

In Italien angekommen, mussten wir uns erst einmal alle ausgiebig verabschieden, denn nach 2 Wochen engstem Zusammenleben fällt dies umso schwerer. Dann ging es aber auch gleich weiter Richtung Deutschland. Nach vielen Stunden, gefüllt von Uneinigkeit über die Musik, Pannen am Straßenrand und anderen Schwierigkeit (je müder, umso schlecht gelaunter...) kamen wir nun Sonntagmorgen am Bootshaus in Leverkusen an.

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Die Wildwassegruppe auf dem Tavignano

Zuerst musste natürlich ausgepackt und weggeräumt werden, aber weil alle mithalfen, war auch das schnell getan. Die Eltern trafen mit der Zeit ein, um ihre lang vermissten Lieblinge wieder in die Arme schließen zu können. Damit endete der wundervolle Osterurlaub voller Freude, Spaß und Gemeinschafts-gefühl. Adieu, mes amies...


Ein Bericht von:
Neele S. und Mara L.

Ostern 2010 - Korsika 2010-03-26 - 04-11 Gruppenfoto
 Die ganze Gruppe mit allen Mitfahrern

Wer immer noch nicht genug hat, der kann sich hier noch den Bericht von Jens Jürgens von den Krefeldern durchlesen.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 19. Juni 2010 )
 
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