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Am 26.03.2010 war es wieder soweit: Eine Horde von Paddlern, darunter der Kanu Sport Klub Bayer 1951 e.V. Uerdingen , die Spielvereinigung Boich/Thum , besser bekannt unter dem „team paddelsüchtige “ und natürlich der VKL machen sich auf, Korsika im Sturm zu erobern.
Das Ganze startete morgens in der Früh. Nachdem einige Mütter wieder nach Hause fahren mussten um die letzten vergessenen aber unbedingt notwendigen „Kostbarkeiten“ zu holen, ging es um 12.30 Uhr auch schon los. 14 Stunden Fahrt lagen vor uns; 14 Stunden voller Tankstellenkaffees, Diskussionen über die Musik, unzähliger Schlafversuche und Ständchen des einen oder anderen bis dahin noch unentdeckten Gesangstalentes. Doch dann kamen auch wir an der Fähre in Livorno an, wo wir uns alle wiedertrafen.
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| Uli hinter dem Peschelschreck auf dem Rizzanese |
Während die einen erst einmal den Drang nach einer ausgiebigen
Wasserschlacht hatten, wollten sich die anderen die Beine vertreten,
z.B. beim Gang zur Toilette. Auf dem Weg machte es den Anschein als
hätten wir uns über Nacht vermehrt, da den Plan Korsika zu erobern
anscheinend auch einige andere Paddler im Sinn hatten. Nun ja, wir
besiedelten erst einmal die Fähre, wo sich auch gleich die Strapazen der
vergangen Stunden bemerkbar machten. So hielt der Großteil von uns
zunächst ein Nickerchen entweder auf Deck oder im gemütlichen
Kinderparadies.
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| Dominik |
Nach nur 4 ½ Stunden kamen wir auch schon in Bastia an. Die Umgebung
überwältigte einen. Der erste Eindruck hatte einen Touch von Palma de
Mallorca, doch schnell wurde klar, Korsika ist atemberaubender. Auf dem
Weg zum Campingplatz Ernella, der auf halber Strecke zwischen Aleria
& Corte liegt, bestaunten wir auf einem Blick Plamen, Kakteen,
blaues Meer, weißen Sandstrand, Steilklippen, und gleichzeitig Berge
mit Schnee. Das einzige was einen ein wenig verunsicherte waren die
kaputten Autos bzw. Autohälften, die immer wieder im Busch am
Straßenrand oder am Flussufer herab der Klippen langen.
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| Fabian beim Klettern bei Corte |
Angekommen am Campingplatz bauten wir als erstes das Küchen- &
Essenzelt auf, danach die Privatzelte, während ein kleiner Teil die
Hütten bezog und zu guter Letzt richteten wir ein Volleyballfeld sowie
eine Feuerstelle ein. Danach begaben wir uns auf Erkundungstour, ohne
den Hauch einer Ahnung was uns erwartet: Zum Einen bemerkten wir, dass
sich wohl alle Paddler Ernella als Hauptquartier ausgesucht hatten; zum
Anderen wurden wir mit den Toiletten ohne Licht und ohne Klopapier sowie
den Duschen im Freien konfrontiert, die auch immer wieder aufs neue
Überwindung kosteten. Obwohl der erste Tag noch windig war, wurde uns
die weitere Woche Sonnenschein bereitet. Das perfekte Wetter um paddeln
zu gehen!
Durch die Aufteilung in verschiedene Gruppen
(Wildwasser-/Seakayak-/Kletter- & Wander-Gruppe) konnte jede Gruppe
am Sontag den persönlich besten Einstieg in die 2-Wochen-Tour finden. So
fuhren einige die Anfänger Strecke - den mittleren & den oberen
Teil unseres Hausbaches „Tavignano“; gingen klettern bzw. wandern oder
paddelten auf dem offenen Meer. Nach der Rückkehr (zurück zum Platz)
weihten die meisten von uns das Volleyballfeld ein. Dabei machten wir
direkt Bekanntschaft mit unseren ach so netten neuen Nachbarn, mit denen
wir später noch mal aneinander geraten sollten...
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| David am Rizzanesefal |
Eine kleine Gruppe der besten unserer Fahrer machten sich am Nachmittag
zur Schlucht (Tavignano) auf, da sie die Ausflüge am nächsten Tag zum
Tavignano nicht abwarten konnten. Dabei lohnt es sich doch auf etwas
Gutes zu warten, denn der Nachmittag des nächsten Tages sollte wohl
einer der lustigsten des Urlaubs werden, da aus irgend einem Grund,
einige der Mädels auf die Idee kamen, den Traum aller Männer zu
erfüllen, indem sie ausschließlich mit Schürzen bekleidet im Takt der
Musik Burger zubereiteten. Nach und nach zogen sich immer mehr Jungs
ihre Klamotten aus und zogen stattdessen (ausschließlich) Spritz-decken
an (Woher die wohl ihren Namen haben?). Das Ganze artete immer weiter aus, sodass im Endeffekt der Küchen-dienst
von nackten Köchen mehr oder weniger übernommen wurde, die sich zur
eigentlichen Haupt-aufgabe machten, auf dem Tisch zu tanzen.
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| Volleyballspielen am Camp |
Zum Ende des Abends ließen wir uns gemeinsam am Lagerfeuer nieder und
sangen bloß die halbe Nacht, da sich ein paar Nachbarn gestört fühlten.
Aber das macht uns ja nicht runter, also starteten wir mal wieder voller
Freude in den neuen (ersten freien) Tag.
An diesen Tag teilten wir uns: Die eine Hälfte begab sich auf
Kletter-Tour, die Andere auf eine Stadterkundung von Corte. Man glaubt
gar nicht wie schwer es ist auf Korsika eine ganz normale Kugel Eis zu
finden. So schwer, dass die Stadterkundungstruppe nach stundenlanger
Suche (das ist ernst gemeint) mit Pizza da saß.
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Uwe beim Klettern nahe Corte
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Am Abend ging es auf die „Piste“: Es wurde mal wieder ausgiebig gefeiert
(ohne Kameras natürlich), sodass einige ihren Rückweg komplizierter
gestalteten als es eigentlich nötig war (aber das ist eine Andere
Geschichte...).
Mittwoch ging es mal wieder auf den Tavignano, der auf Grund der
verschiedenen Abschnitte nie langweilig wurde. Ruhige Stellen,
Prallwände, sowohl anspruchsvolle als auch einfachere Walzen und Wellen
machten diesen Fluss mit verschiedensten Schwierigkeitsgraden zu einem
aufregenden Erlebnis für jeden Paddler. Nach dem Ausflug entspannten wir
gemeinsam bei einer Runde Volleyball. Leider fanden unsere Nachbarn das
Ganze nicht so entspannend, sodass sie kurzer Hand unseren Ball
zerstachen. Zum Glück klärte sich die Situation schnell und wir bekamen
einen neuen Ball - Ja, der VKL kommt einfach mit jedem klar!
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| Die wunderschöne "Barchetta-Schlucht" des Golos |
Am nächsten Morgen ging es wieder früh raus, zum Golo. Ein Fluss mit
mehreren Wildwasser III Stellen und einer Fischtreppe, die einen über
ein Wehr führt. Der Fluss war sogar so anspruchsvoll, dass einige sich
überlegten ab einer gewissen Stelle getrennt von ihrem Bus den Ausstieg
zu erreichen. Da die Übrigen mit dem Schwimmen alle Hände voll zu tun
hätten, gestaltete sich das Boote einsammeln schwieriger als angenommen.
Im Klartext: Ein Boot blieb an diesem Tag zurück. Den restlichen Tag
verbrachten wir am Lagerfeuer zwischen einer Gitarre, Massageöl,
mehreren Liederbüchern und ein paar geselligen Franzosen. Diese Nacht
blieben wir lange am Feuer sitzen, schließlich war der nächste wieder
ein freier Tag.
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| Der Einstieg des Tavignanos nach der Schlucht |
Zur Auswahl standen Klettern und eine „Bimmelbahnfahrt“ in die
„Großstadt“ Bastia. Leider wurde erst während der Fahrt klar, dass die
Hin- und Rückfahrt je 2 Stunden dauerten und der Aufenthalt selber nur
eine Stunde. Eine typische Hansi – Zeitberechnung. Was macht man also
mit zu wenig Zeit in der Stadt und zu viel in der Bahn? Man latscht zu
einer überteuerten Bäckerei um sich mal wieder ein Stück Pizza (ja Pizza
in einer Bäckerei) oder ein Gebäck zu holen, um dann nach dem leckeren
Snack in der Bahn zu schlafen, obwohl die Fahrt ja eigentlich der
Aussicht wegen stattfand. Nach dem Ausflug ging es nicht ganz so gewohnt
harmonisch weiter: Wir veranstalteten ein zunächst geplantes Spaß –
Volleyballturnier, aus dem schnell purer Ernst wurde, da einige bzw.
einer zu viel Ehrgeiz entwickelte und sehr Ziel-fixiert war, was für den
VKL doch eigentlich gar nicht üblich ist. Es wurde ein Kampf zwischen
Boich und dem VKL entfacht. Nun ja, die Niederlage nahmen dennoch alle
VKL - Mitglieder gut hin. Und negative Stimmung konnten wir auch
überhaupt nicht gebrauchen in unserer gemütlichen Runde. Schließlich
kamen an nächsten Tag die Nachzügler für die zweite Woche und die
hofften und freuten sich auf eine lustige Gemeinschaft. Nach einem
weiteren Ausflug zum Tavignano und zum Fium Orbo, den sich die
Erfahreneren trauten ging es auch schon zum Flughafen als
Empfangskomitee.
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Christoph und David auf dem Mittelmeer bei Alesia
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Als wir zurück zum Campingplatz kamen wurde uns die freudige Botschaft
überbracht, dass das vermisste Boot vom Mittwoch auf einem anderen Fluss
zufällig wiedergefunden wurde. Danach ging es auch wieder direkt los
zum Supermarkt um 120 Eier zum bemalen für Ostern einzukaufen. Es ist
nun nicht schwer zu erraten was unsere Abendplanung bestimmte. 4 Leute
mussten mit Hilfe von 5 Filzstiften innerhalb von 2-3 Stunden Arbeit,
120 verschiedene Muster und Motive auf die Eier bringen – Das war unsere
Mission.
Als auch diese Hürde überwältigt war, konnte man mit einem Blick auf die
3 Körbe voller bunter Ostereier erkennen, dass der folgende
Ostersonntag ein voller Erfolg werden sollte.
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Auf dem unteren Vecchio bei super Wetter
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Ein paar muntere
Osterhasenimitatoren konnten sich sogar überwinden, morgens extra
aufzustehen, um die Eier zu verstecken. Schließlich sollte diese
Tradition unter dem ganzen Paddelfieber ja nicht ganz untergehen. Nach
einem ausgiebigen Osterfrühstück ging es auch wieder auf den Fluss, und
obwohl das Wetter an diesem Tag nicht ganz so berauschend war, wie wir
es gewöhnt waren, blieb die Festtagsstimmung trotz nasser Paddeljacke
und unangenehm kalten Paddelschuhen bei den meisten Teilnehmern
erhalten. So machten sich einige auf, um bereits bekannte Flüsse zu
wiederholen, oder auch um neues Paddelgebiet zu erforschen. So zum
Beispiel die Schlucht des Tavignanos. Auch einige Angsthasen wurden dort
hinuntergeschickt, kamen aber mehr oder weniger heil am Ende an. Außer
ein paar blauen Flecken ist nichts weiter Schlimmes passiert, bis dahin.
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| Jakob auf dem oberen Fium Orbo |
Als gegen Abend alle Paddler wieder auf dem Campingplatz zusammenkamen,
schien die Stimmung aufgrund des Wetters ein wenig gedämpft. Als aber
alle Mägen wieder gefüllt und der Durst gestillt war, wurde die Laune
wieder besser, obwohl die erste Woche schon so gut wie vergangen war. Es
endete ein weiterer Paddeltag, und die zweite Woche begann mit Montag,
dem 5. April.
An dem Tag war wieder einmal „chillen“ angesagt, was einige mit Freude,
Andere mit finsterer Miene aufnahmen. Während manche sich zuhause einen
gemütlichen Tag machen wollten, starteten andere spontan eine kleine
Rundfahrt, auf der Suche nach einer Abwechslung zum eisig-frischen
Flusswasser - auf der Suche nach einer Therme, von denen es auf Korsika
angeblich mehrere geben sollte. So fuhren wir durchs Land, begegneten
auf den schwungvollen Serpentinen der „ein oder anderen“ Kuh, die keine
Anstalten machte, sich etwas mehr von den gefährlichen Straßen zu
entfernen. Mit der Zeit wurde klar: Die Korsen hielten nicht viel von
Ordnung. Wie sonst kämen die Bauern damit klar, dass ihre Kühe überall
verstreut an den Straßen rumlungern? Zäune jedenfalls waren weit und
breit nirgendwo zu sehen.
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Hansi und Robin auf dem unteren Vecchio
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Als wir dann in einem kleinen Dörfchen ankamen, mussten wir uns erst
einmal richtig zurechtfinden. Durch Gassen und Hinterhöfe gelangten wir
schließlich auf einen verhältnismäßig großen Platz, wo sich -
erstaunlicherweise - sogar eine kleine Eisdiele befand. Genau auf diesem
Platz jedoch sollte eine der besagten Thermen stehen... Aber links
keine Therme, rechts keine Therme. Nur in der Mitte stand ein kleiner
Brunnen. In allen Köpfen taten sich Fragezeichen auf. Als die Autofahrer
dann mit ihren grandiosen Französisch-Kenntnissen nachfragten, bekamen
wir eine enttäuschende Antwort: Ja, hier gab es mal eine Therme, aber
das ist so etwa 100 Jahre her! Soso, der Michelin-Reiseführer war also
auf dem allerneuesten Stand, jaja...
Diese kleine Niederlage wurde jedoch bei allen mit Humor aufgenommen und
die Tour wurde im Nachhinein noch ein großer Erfolg. Wir fuhren weiter
und genossen die Umgebung, die wunderschöne Flora und Fauna, für die
Korsika so bekannt ist. Anfangs war es auch noch lustig, bei jedem
halbwegs fototauglichen Setting anzuhalten, auszusteigen und
Gruppenfotos zu machen, aber manche fingen an zu protestieren.
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Abendessen am Camp
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Aber wie es ja bei allen bekannt ist, kommt man gegen Paddler nicht an,
wenn sie in der Mehrheit sind. Gegen Abend trafen sich alle wieder am
Platz. Das Küchenteam hatte sich wieder mächtig ins Zeug gelegt, und das
wollte natürlich niemand versäumen. Schließlich fand auch dieser Tag am
Lagerfeuer mit Gitarrenmusik seinen Ausklang.
Nach diesem erholungsreichen Tag konnte also voller Energie in den
Dienstag gestartet werden, denn dann sollte von einigen die
“Barchetta-Schlucht” des Golos befahren werden. Dieser Tag war schon
etwas heftiger als die erste Schlucht. Über zischende Wellen und
sprudelnde Walzen, vorbei an plötzlichen Prellwänden und scharfkantigen
Steinen, kamen alle gut voran. Nach diesem brausenden Spülgang musste
sich dann aber erst einmal im Bus ausgeruht und Energie getankt werden,
denn abends sollte es wieder nach Corte gehen. Die Tanzbären unter uns
freuten sich, dort wieder eine heiße Sohle aufs Parkett zu legen, aber
es sollte ganz anders kommen.
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| Absicherung des "Staubsaugers" auf dem Golo |
Nach einer rasanten Fahrt in zwei Vereinsbussen, vollgepackt bis obenhin
mit gut gelaunten Paddlern, kamen wir endlich in Corte an. Dort fanden
wir auch direkt eine kleine Disco. Aus unerfindlichen Gründen verließen
wir diese jedoch schon nach kurzer Zeit und klapperten die Nächsten ab.
Bis wir schließlich auf die “ReX-Lounge” stießen. Es schien zuerst, als
wär dies der perfekte Ort, um den Korsen zu zeigen, wie man ordentlich
abfeiert. Die Korsen allerdings waren da wohl anderer Meinung.
Irgendwann wurde es dann zu voll und da waren wir auch wieder ganz
schnell draußen und zogen weiter durch die Stadt. Nach ein paar
Diskussionen jedoch entschlossen wir uns, heimlich still und leise
wieder zum Campingplatz zu düsen. Dort angekommen, gab es noch einen
leckeren Mitter-nachtssnack: Kandierte Bananen und Äpfel. Diese
Kalorienbomben waren auch ganz schnell aufge-gessen. Dieser
ereignisreiche Abend musste erst einmal verarbeitet werden. Die gute
Stimmung blieb hielt sich aber trotzdem bei allen bis zur letzten Minute
und veranlasste sogar manche, noch etwas länger im Küchenzelt zu
tanzen, schließlich war das ja der eigentlich Sinn des Abends gewesen.
Um 6 Uhr morgens (!) dann gingen auch diese fleißigen Tänzer schlafen,
um dann am Mittwoch, 2 Stunden später, wieder aufzustehen.
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| Christoph auf dem oberen Fium Orbo |
An diesem Tag fand die lang ersehnte Seakayak-Tour statt, bei der einige
Mutige sich mal auf salzigen Wellen ausprobieren wollten. Angekommen an
einem wundervollen Strand mit glasklarem Wasser, stellte sich heraus,
dass die erwarteten Wellen nicht mehr als ein bisschen Schaum am Ufer
hervorbrachten. Währen Einige sich daraufhin am Strand in der
strahlenden Sonne bräunten oder Volleyball spielten, gingen einige
trotzdem aufs Wasser. Das Ziel: eine kleine Insel in weiter Ferne. Nach
einiger Zeit “Meerchillen” wurde endlich die Insel erreicht. Diese war
aber deutlich kleiner als sie anfangs schien - und mehr als Möwen und
deren Nester konnte man auch nicht entdecken. Der Ausblick vom Gipfel
allerdings war wunderschön und die Truppe blieb noch ein wenig auf dem
Fels. Daraufhin wurde wieder zurück gepaddelt und noch ein bisschen
geplanscht. Bis dahin war der Tag sehr erholsam. Als abends aber die
ersten anfingen, aufzuräumen und ein bisschen zu packen, zeigte sich,
dass es bald vorbei sein würde.
Am folgenden Donnerstag war dann wieder ein paddelfreier Tag, und ein
paar Teilnehmer machten sich wieder auf den Weg in die Serpentinen. An
diesem Tag war eine kleine Rundfahrt geplant, die durch mehrere Städte
führen sollte. Einige von diesen waren zum Beispiel die Hafenstadt Calvi
mit einer Zitadelle, eine ehemalige Festung der Genueser aus dem 13.
Jahrhundert. Dort schlenderten wir durch die schmalen Gassen, umringt
von hohen Mauern, aßen Crêpes und warfen von einem höheren Punkt der
Zitadelle einen Blick auf den Yachthafen. In der Zitadelle soll
Gerüchten zufolge außerdem Christoph Kolumbus geboren sein. Hier sieht
man: Wer mit uns unterwegs ist, hat nicht nur Spaß, sondern lernt auch
noch etwas!
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Gemütliches Zusammensitzen am Lagerfeuer
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Weiterhin machten wir noch einen Stopp in Porto, einem etwas kleinerem
Dorf an der Westküste. Dort wurden erst einmal noch die letzten
vergessenen Souvenirs gekauft. Es schien ein wenig verlassen hier, nur
ein pelziger Streuner lag auf dem Platz in der Mitte und kaute
genüsslich an einem Stock. Hier gab es außerdem ein Aquarium, welches
aber auch nicht gerade stark besucht aussah. Als wir dann ein hübsches
Café einige Meter weiter fanden, waren die Angestellten scheinbar so
aufgeregt über ihre Kundschaft, dass sie uns erst hereinbaten und zu
einem Platz wiesen, bevor ihnen dann einfiel, dass sie ja doch
eigentlich geschlossen hatten. So suchten wir uns ein anderes Café, wo
wir dann endlich den lang ersehnten heißen Kakao genießen konnten.
Danach machten wir es uns wieder in den Vereinsbussen gemütlich und
fuhren weiter. Leider gestaltete sich die Rückfahrt schwieriger als
erwartet. Während es immer dunkler wurde grenzten wir schon an den
Gipfeln, die immer noch mit Restschnee bedeckt waren. Nach einigen
Wendungen kamen wir dann aber doch wieder auf die richtige Fährte und
fanden noch vor halb 10 zurück zum Campingplatz.
Glücklicherweise hatten die anderen sogar noch etwas Abendessen für uns
übrig gelassen. Abends gab es dann außerdem noch eine Abschlussparty der
Kayak Session, einem Paddelmagazin, dessen Team über Ostern auf unserem
Campingplatz zu Besuch war. Hier gab es mal wieder gute Musik,
Paddelfilme und –stuff. Bis in die späte Nacht wurde noch ausgiebigst
getanzt und mit ein paar neuen Paddelfreunden aus Norwegen gefeiert.
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| Die Sonne am Camp geht langsam unter |
Am nächsten Tag wurde dann ein letztes Mal gepaddelt. Auf dem Tavignano
wurde dann auch das Paddler-Gruppenfoto mit allen Vereinen gemacht.
Danach ging es dann auch schon an die ersten Aufräumarbeiten. Koffer
wurden gepackt, Müll eingesammelt und Zelte aufgeräumt. Die folgende
Nacht war die letzte auf unserem wunderschönen Campingplatz Ernella. Ein
letztes Mal konnte das klare Sternenzelt betrachtet werden, das sich
gegen Abend über uns am Himmel ausbreitete. Ein letztes Mal wurde ein
friedliches Gute Nacht! unter den Paddelgesellen gewünscht, und ein
letztes Mal brannte das Lagerfeuer zwischen den Zelten aus.
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Philipp und Johanna in der Schlucht des Tavignanos
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Am darauf folgenden Freitagmorgen wurden dann auch die letzten
Vorkehrungen zur Abreise getroffen. Alle Zelte wurden abgebaut und das
Koch-Equipment wieder in die eisernen Kisten gepackt. Ein paar
„Schnarchnasen“ flitzen außerdem noch einmal kurz nach Corte, um sich
die beliebten „I ♥ Corsica – T-shirts“ als kleines Andenken zu kaufen.
Danach wurden noch Gruppenbilder mitsamt unseren Genossen vom A-Werk
gemacht, und wir konnten endlich (oder eher: leider?) aufbrechen. Nach
kurzer Zeit kamen wir dann auch wieder am Hafen an und mussten dort noch
auf unsere Fähre warten. Als aber auch diese startklar war, ging unsere
Truppe an Deck. Einige sonnten sich auf dem Dach, während manche sich
lieber zum Schlafen ins Bordrestaurant verkrümelten und andere wiederum
am Heck sehnsüchtig auf Korsika zurück blickten. Die niedergeschlagene
Stimmung machte sich bemerkbar und alle waren sich einig: Ein, zwei
Wochen mehr auf der Ile de Beauté hätten doch niemandem geschadet...
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| Martin auf dem unteren Vecchio |
In Italien angekommen, mussten wir uns erst einmal alle ausgiebig
verabschieden, denn nach 2 Wochen engstem Zusammenleben fällt dies umso
schwerer. Dann ging es aber auch gleich weiter Richtung Deutschland.
Nach vielen Stunden, gefüllt von Uneinigkeit über die Musik, Pannen am
Straßenrand und anderen Schwierigkeit (je müder, umso schlecht
gelaunter...) kamen wir nun Sonntagmorgen am Bootshaus in Leverkusen an.
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| Die Wildwassegruppe auf dem Tavignano |
Zuerst musste natürlich ausgepackt und weggeräumt werden, aber weil alle
mithalfen, war auch das schnell getan. Die Eltern trafen mit der Zeit
ein, um ihre lang vermissten Lieblinge wieder in die Arme schließen zu
können. Damit endete der wundervolle Osterurlaub voller Freude, Spaß und
Gemeinschafts-gefühl.
Adieu, mes amies...
Ein Bericht von: Neele S. und Mara L.
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| Die ganze Gruppe mit allen Mitfahrern |
Wer immer noch nicht genug hat, der kann sich hier noch den Bericht von Jens Jürgens von den Krefeldern durchlesen.
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