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Wir, die Kanu-Camp Teilnehmer sind seit dem 8. Juli wieder zurück aus
unserem 2 wöchigen Aufenthalt in Guillestre bei Gap in den Seealpen in
Süd-Frankreich. Mit dabei waren: Hans-Christian, Kathrin, Pascal, Niels,
Sven, Jonas, Jonas, Nic, Markus, Wolfgang (Wolle) und David sowie Ina,
Kristina und Carina vom Skiclub Bayer Leverkusen.
In der zweiten Woche kamen dann noch Michael und Sonja nach, sowie Ulla
mit einer Freundin, die aber nicht zum paddeln gekommen waren, sondern
nur einen kurzen Abstecher zu unserem Camp gemacht hatten.
Alles begann am Freitag abend um 20:30 an unserem Bootshaus. Wir packten
unsere 2 Mannschaftzelte ein, die ca. 20 Boote, unser ganzes Gepäck,
Geschirr und etliches mehr in unsere 2 Vereinsbusse und in 2 unserer
Hänger. Dann ging die 14 Stunden Tour los und um 12 Uhr Mittags
erreichten wir erschöpft den Campingplatz des diesjährigen Kanu-Camps.
Wir suchten uns ein kleines Fleckchen direkt neben einem der Waschhäuser
aus und schlugen erstmal unsere 2 Mannschaftzelte auf. Das eine davon
diente uns als Essraum und Küche. Das andere wurde der Schlafplatz von
einigen unserer männlichen Mitfahrer. Nach einer kurzen Verschnaufpause
gingen wir an den nahegelegenen Badesee um schwimmen zu gehen und Ball
zu spielen. Als wir dann auch die Duschen getestet hatten gings auf zum
Fußball gucken. Genauer gesagt zum Achtelfinalspiel Deutschland -
Schweden. Gottseidank hatten einige Teilnehmer daran gedacht eine
Sattelitenschüssel, Beamer und Leinwand mitzunehmen. Ansonsten hätten
nun ca. 100 Leute vor einem kleinen Fernseher mit Französischer
Übertragung gesessen. Nach dem Erfolg unserer Mannschaft wurde erst
einmal gefeiert und zu abend gegessen. Danach begrüßten wir die Bergheimer, die zunächst nur zu dritt angereist waren und eine lange Reise hinter sich hatten.
Am nächsten Morgen waren wir wieder halbwegs fit und frühstückten
erstmal groß. Danach ging es mit allen auf den See um den Anfängern das
Grundwissen des Paddelns beizubringen. Am Nachmittag gings dann zusammen
mit den Bergheimern auf die Durance, die direkt an unserem Platz lag.
Wir paddelten eine recht kurze Strecke bis zum Campingplatz (WW 1-2).
Insgesamt gab es mehr als 5 Schwimmer und so gab es für die Übungsleiter
und Übungleiterhelfer nie langeweile. Nach und nach klappte es immer
besser und die Schwimmer wurden weniger.
In den nächsten Tagen wurde das Gebiet um uns herum weiträumig
abgepaddelt. Zu den Flüssen gehörten Guil, Claree, Durance, Guisane,
Gyronde, Ubaye und Onde. Natürlich verbrachten wir auch immer viel Zeit
auf dem See um die Rolle zu lernen (Wolle, Sonja und Jonas können sie
jetzt), zu spielen oder zu schwimmen.
Da das Wetter außer an 2 Tagen immer super sonnig war konnte man auch
regelmäßig sonnenbaden. Ich weiss nicht wie viel Liter
Sonnencreme/-milch/-spray in dieser Zeit verwendet wurden, aber es
werden schon einige gewesen sein. An manchen Tagen mussten man auch mal eine Slalomstrecke in Paddelsachen
runterschwimmen, um die Angst vom kalten Wasser und dem Wildwasser
etwas zu mindern. An paddelfreien Tagen hingegen wurde z.B. die Burg auf
dem Mont Dauphin besichtigt.
Am Mittwoch der 2. Woche wurde ein Kanupoloturnier ausgetragen.
Natürlich war auch der VKL bei den fast 10 Mannschaften vertreten. In
der Vorrunde hatten wir zwei Spiele. Das Erste spielten wir grade noch 2
zu 2. Etwas peinlich, da Hans-Christian zuvor laut mit uns angegeben
hatte. Naja wir hatten ja noch ein zweites Spiel, um uns in die Endrunde
am nächsten Tag zu spielen. Beim zweiten Spiel traten aber unsere
Gegner nicht an - die schienen Angst vor uns bekommen zu haben - sodass
das Spiel 1:0 gewertet wurde. Trotz der mageren Ergebnisse kamen wir
noch gerade mit unserem 4. Platz in die Endrunde, ins Halbfinale gegen
"Schlechtwetterfront." Die heizten uns auch direkt mächtig ein und man
merkte: Die spielen nicht zum ersten Mal Kanupolo. So bekamen wir auch
promt das erste Gegentor. Übrigends: Die Tore waren unsere Bierbänke,
die an beiden Enden am Ufer aufgestellt waren. Dank unserem starken
"Einkauf" Maik, der bei seiner Uni in Kassel spielte wurde unser Spiel
stärker und Micha schoß das 1:1. In der Nachspielzeit schaffte David
noch das 2:1 und das Spiel war somit gewonnen. Dank nochmal an unsere
tüchtigen Fans, die uns mit:" V-K-L, V-K-L" anfeuerten. Damit waren wir
im Finale und mussten gegen die U100 antreten. Die hatten das Halbfinale
mit 1:0 gewonnen. Das Spiel gewannen wir trotz dem "Bomber"
(<-Insider) mit 3:0 (glaub ich). Als Belohnung bekam jeder einen
Paddelkarabiner im Wert von 13 € (Siehe Foto).
Nach der Siegerehrung, während des Kanutenballs der an diesem Abend
stattfand, gab es einige Vorführungen und die Fahrtenleitertaufe für
alle neuen Fahrtenleiter. Hansi, Markus und eigentlich auch Michael
waren neu, aber nur Hansi und Markus ließen sich "taufen". Wie auf den
Bildern (unten) zusehen, war dies eine ekelhafte und klebrige
Angelegenheit. Sie wurden mit Öl, Ketchup, Mehl und Matsche aus dem See
überschüttet. Sie konnten sich dabei auch nicht wehren, da immer zwei
Fahrtenleiter an den Armen mit einem Paddel verbunden waren und sich so
nicht bewegen konnten. Danach wurde erst einmal im See gebadet. Nachdem sich alle wieder trockene Klamotten angelegt hatten begann Markus noch mit seinen Feuerspuckkünsten.
An diesem für uns letzten Abend gab's dann nochma ne große Party direkt
bei uns vorm Zelt. Der T5 wurde vorgefahren und die Musik so laut
aufgedreht, dass einige von uns sich fragten, warum wir an diesem Abend
nur eine Beschwerde bekamen. Denn normalerweise bekamen wir schon so
jeden Tag mindestens eine Beschwerde. Und diesmal war die Musik um
einiges lauter. Bis 4 Uhr in der früh wurde getanzt und gesungen
(gegrölt).
Am letzten Tag dann fuhren Markus, Michael und David nochmal den Guil
(WW 3-4). Markus musste schon am bekannten "Schlitz" aussteigen, da er
Schmerzen im Ellenbogen hatte und sein Paddel kaum noch ziehen konnte.
Die restliche Truppe war zu der Zeit noch im Klettergarten. Vorher
wurden schon die Zelte abgebaut und die Taschen gepackt. Um 21 Uhr wurde
sich noch von allen verabschiedet. Dann ging's auch direkt los in die
Innenstadt von Guillestre. Dort gingen wir noch zusammen mit den Mehlemer Kanuclub Pizza essen. Als alle fertig gegessen hatten gings auf die Reise nach Leverkusen. Dann wurden noch die Boote geputzt, die Zelte und das Geschirr verstaut,
sich verabschiedet und dann ging's wieder ab nach Hause.
Ein Bericht von: David S.
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