Verein für Kanusport Bayer Leverkusen


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Ostern 2006 - Tour dés Pyrenées PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von David Seehausen   
Donnerstag, 31. August 2006

Der Osterpaddler

Der gemeine Osterpaddler, auch genannt osterpaddelensus extrafiesus, gehört zu der Gruppe der schrägen Zugvögel.
Die meiste Zeit des Jahres (46 Wochen ) trifft man ihn meistens im Großraum Leverkusen/Köln/Bergisch Gladbach/Hürth(!) an. Doch einmal im Jahr zieht es ihn, um die Osterzeit in Richtung Frankreich.

Für den ganzen Bericht bitte auf Weiter klicken.

Für die Bilder geht's hier lang.

Zu diesem Zwecke trifft sich 2 Tage vor dem Abflug, der Kern des Osterpaddlerrudels, um die nötigen
Reisevorkehrungen zu treffen...

Am Freitag abend sammeln sich dann langsam, die sonst getrennt lebenen Rudelmitglieder um sich in kleineren Gruppen von 4-6 Vögeln in Kolonne auf den Weg in Richtung Süden zu begeben. Nach einer beschwerlichen Reise von ca. 14 Stunden erreichen dann die Osterpaddler ihr Ziel, einen Campingplatz in Bagnères de Bigorre, einem kleinen Dorf am Fuße des Pic du Midi. Dort beziehen die Vögel nach geschlechtern getrennte vorbestellte Luxusnester, nur sehr wenige hartgesottene Exemplare bauen sich noch ihr eigenes Nest. Nachdem die Nester bezogen sind, wird gemeinsam noch ein Gemeinschaftsnest gebaut, indem es in regelmäßigen Abständen weißes Stangenbrot oder je nach Tages- und Nachtzeit auch warmes Essen gibt.

Die meiste Zeit ist der Osterpaddler dann auf den umliegenden Gewässern anzutreffen, nur selter verirren sich die einzelnen Vögel scheinbar wasserscheuer sind als die anderen. So sind einige sehr geschickte Schwimmer während andere sich aus Angst vor den Fluten in sogenannte Kajaks setzten und krampfhaft versuchen nicht mit dem Element Wasser in Berührung zu kommen. Ihre nassen Gefiedern reinigen die Osterpaddler an den Ufern der Flüsse sehr zu Freude der heimischen Tierwelt...

Bei schlechtem Wetter und um gelegentlich wieder zu Kräften zu kommen machen die Osterpaddler Abstecher in die Ballungszentren anderer Vögel, auch Tarbes und Lourdes genannt.Wobei es sie auch hier immer wieder zum Wasser zieht, sei es um sich eine Slalomstrecke anzuschaun oder in warmen Quellen Heilung zu suchen.

In den Abendstunden hört man hin und wieder die gewöhnungsbedürften Brunftgesänge der älteren Rudelmitglieder (zwischen 21 und 30 *hüstel*). Während die Jugend sich mit Bällen die Zeit vertreibt, wobei sie sich auch nicht von Gewitter abschrecken lassen.

Zusammenfassend ist der osterpaddelensus extrafiesus ein fried- und wasserliebendes Tier. Es ist für jeden Hobbyforscher lohnend sich ihnen für eine Sesion mal anzuschließen, denn es gibt noch viele unerforschte Verhaltensweisen.

Glücklicher Weise sind die Vögel in der Lage sich auch hin unserer Sprache ausdrücken, im folgenden ein
Bericht von David über die zweite Woche:

Ein Bericht von Madita Lipski

Nachdem nach der ersten Woche ein Großteil der Mitfahrer (Sonja, Madita, Annika, Niels, Arne, Manfred und Meike) schon wieder nach Deutschland aufgbrochen war, stoßen nun noch Büb und Siggi zu unserer Gruppe hinzu. Am nächsten Tag wurde der schon am Vortag befahrene Gave d' Oussau mit der ganzen Gruppe gepaddelt, auf dem es direkt mehrere Schwimmer gab (WW 2 (3)). Zuvor allerdings gab es einen großen Kampf mit unserem VW Transporter 5. Der hatte sich nämlich auf dem Weg zur Einstiegsstelle tief in der Schlamm eingebuddelt. Insgesamt brauchten wir sicherlich 2 Stunden um den Bus wieder aus dem Schlammweg (ca. 300m) zu befreien.
Am nächsten Tag war ein Paddelfreier Tag. Nur Wolle, Micha und David machten sich auf den Weg zum Gave d' Aspe, den wir 2 Tage zuvor mit Hochwasser (90cm) gesehen hatten (WW 3-4 (5)). Der hatte jetzt jedoch nur noch etwa 60 cm und so wäre es nur noch Steinerutschen gewesen. Also waren die insgesamt 4 Stunden Fahrt umsonst. Am nächsten Tag fuhren wir auf dem Salat, den wir schon von der Osterfahrt 2004 noch kannten. Anschließend gingen wir noch im "Ausstiegsort" etwas trinken. Büb bestellte sich ein kleines Bier. Und was bekam er... Ein Bier mit ca. 0,1 l Inhalt. Naja Frankreich halt...
Tags darauf fuhren Roman, Hansi, Micha und David nochmals unseren "Hausbach" den oberen Adour (WW 3). Ab dem Zeitpunkt, wo das Wasser ruhiger wurde stieg dann die auch die restliche Truppe hinzu. Am darauf vollgenden Tag war wiedermal ein Paddelfreier Tag, den die meisten nochmals zum Wandern nutzten. Und Sandra schafftes es einen Frosch zu küssen. Leider verwandelte er sich jedoch nicht in einen schönen Prinzen - Schade Sandra. Micha, Wolle und David machten sich jedoch auf den Weg nach Spanien zum Esera (WW 3-4). Dieser hatte ausreichend Wasser. Micha und David fuhren eine obere Schlucht, die teilweise nur 1m breit war bis zu einem Stausee. Dort wurden wir von Wolle abgeholt und fuhren weiter bis zur nächsten Schlucht, die wir auch schon von unserer Osterfahrt '04 kannten. Die war wiedermal ziemlich spannend und Micha fragte sich schon, wann denn endlich der Ausstieg kommt, da er etwas geschwächt war.

Am letzten Tag packten wir schon früh unsere ganzen Sachen und machten uns auf den Weg nach Biarritz am Atlantischen Ozean. Micha, Hansi, Guido und David gingen sofort auf Wasser zum Wellensurfen. Anfangs waren wir alle etwas enttäuscht, da die Wellen nicht sehr groß waren. Doch nach etwa 1-2 Stunden sahen wir ca. 1 km entfernt größere Wellen. Also machten wir uns sofort auf dem Weg dorthin. Da trafen wir noch 20 andere Surfer mit ihren Surfbrettern an. Die schienen immer Angst zu haben, wenn wir mit unseren Kajaks auf sie zurasten. Anschließend gingen wir noch schnell einen kleinen exotischen Salat essen um uns danach mit den anderen zum Pizza essen zu treffen. Abends gings dann auf den direkten Weg nach hause zurück.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 4. Dezember 2007 )
 
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