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Der Osterpaddler
Der gemeine Osterpaddler, auch genannt osterpaddelensus extrafiesus, gehört zu der Gruppe der schrägen Zugvögel.
Die meiste Zeit des Jahres (46 Wochen ) trifft man ihn meistens im
Großraum Leverkusen/Köln/Bergisch Gladbach/Hürth(!) an. Doch einmal im
Jahr zieht es ihn, um die Osterzeit in Richtung Frankreich.
Zu diesem Zwecke trifft sich 2 Tage vor dem Abflug, der Kern des Osterpaddlerrudels, um die nötigen
Reisevorkehrungen zu treffen...
Am Freitag abend sammeln sich dann langsam, die sonst getrennt lebenen
Rudelmitglieder um sich in kleineren Gruppen von 4-6 Vögeln in Kolonne
auf den Weg in Richtung Süden zu begeben. Nach einer beschwerlichen
Reise von ca. 14 Stunden erreichen dann die Osterpaddler ihr Ziel, einen
Campingplatz in Bagnères de Bigorre, einem kleinen Dorf am Fuße des Pic
du Midi. Dort beziehen die
Vögel nach geschlechtern getrennte vorbestellte Luxusnester, nur sehr
wenige hartgesottene Exemplare bauen sich noch ihr eigenes Nest. Nachdem
die Nester bezogen sind, wird gemeinsam noch ein Gemeinschaftsnest
gebaut, indem es in regelmäßigen Abständen weißes Stangenbrot oder je
nach Tages- und Nachtzeit auch warmes Essen gibt.
Die meiste Zeit ist der Osterpaddler dann auf den umliegenden Gewässern
anzutreffen, nur selter verirren sich die einzelnen Vögel scheinbar
wasserscheuer sind als die anderen. So sind einige sehr geschickte
Schwimmer während andere sich aus Angst vor den Fluten in sogenannte
Kajaks setzten und krampfhaft versuchen nicht mit dem Element Wasser in
Berührung zu kommen. Ihre nassen Gefiedern reinigen die Osterpaddler an
den Ufern der Flüsse sehr zu Freude der heimischen Tierwelt...
Bei schlechtem Wetter und um gelegentlich wieder zu Kräften zu kommen
machen die Osterpaddler Abstecher in die Ballungszentren anderer Vögel,
auch Tarbes und Lourdes genannt.Wobei es sie auch hier immer wieder zum
Wasser zieht, sei es um sich eine Slalomstrecke anzuschaun oder in
warmen Quellen Heilung zu suchen.
In den Abendstunden hört man hin und wieder die gewöhnungsbedürften
Brunftgesänge der älteren Rudelmitglieder (zwischen 21 und 30 *hüstel*).
Während die Jugend sich mit Bällen die Zeit vertreibt, wobei sie sich
auch nicht von Gewitter abschrecken lassen.
Zusammenfassend ist der osterpaddelensus extrafiesus ein fried- und
wasserliebendes Tier. Es ist für jeden Hobbyforscher lohnend sich ihnen
für eine Sesion mal anzuschließen, denn es gibt noch viele unerforschte
Verhaltensweisen.
Glücklicher Weise sind die Vögel in der Lage sich auch hin unserer Sprache ausdrücken, im folgenden ein
Bericht von David über die zweite Woche:
Ein Bericht von: Madita Lipski
2. Woche
Nachdem nach der ersten Woche ein Großteil der Mitfahrer (Sonja, Madita,
Annika, Niels, Arne, Manfred und Meike) schon wieder nach Deutschland
aufgbrochen war, stoßen nun noch Büb und Siggi zu unserer Gruppe hinzu.
Am nächsten Tag wurde der schon am Vortag befahrene Gave d' Oussau mit
der ganzen Gruppe gepaddelt, auf dem es direkt mehrere Schwimmer gab (WW
2 (3)). Zuvor allerdings gab es einen großen Kampf mit unserem VW
Transporter 5. Der hatte sich nämlich auf dem Weg zur Einstiegsstelle
tief in der Schlamm eingebuddelt. Insgesamt brauchten wir sicherlich 2
Stunden um den Bus wieder aus dem Schlammweg (ca. 300m) zu befreien.
Am nächsten Tag war ein Paddelfreier Tag. Nur Wolle, Micha und David
machten sich auf den Weg zum Gave d' Aspe, den wir 2 Tage zuvor mit
Hochwasser (90cm) gesehen hatten (WW 3-4 (5)). Der hatte jetzt jedoch
nur noch etwa 60 cm und so wäre es nur noch Steinerutschen gewesen. Also
waren die insgesamt 4 Stunden Fahrt umsonst. Am nächsten Tag fuhren wir
auf dem Salat, den wir schon von der Osterfahrt 2004 noch kannten.
Anschließend gingen wir noch im "Ausstiegsort" etwas trinken. Büb
bestellte sich ein kleines Bier. Und was bekam er... Ein Bier mit ca.
0,1 l Inhalt. Naja Frankreich halt...
Tags darauf fuhren Roman, Hansi, Micha und David nochmals unseren
"Hausbach" den oberen Adour (WW 3). Ab dem Zeitpunkt, wo das Wasser
ruhiger wurde stieg dann die auch die restliche Truppe hinzu. Am darauf
vollgenden Tag war wiedermal ein Paddelfreier Tag, den die meisten
nochmals zum Wandern nutzten. Und Sandra schafftes es einen Frosch zu
küssen. Leider verwandelte er sich jedoch nicht in einen schönen Prinzen
- Schade Sandra. Micha, Wolle und David machten sich jedoch auf den Weg
nach Spanien zum Esera (WW 3-4). Dieser hatte ausreichend Wasser. Micha
und David fuhren eine obere Schlucht, die teilweise nur 1m breit war
bis zu einem Stausee. Dort wurden wir von Wolle abgeholt und fuhren
weiter bis zur nächsten Schlucht, die wir auch schon von unserer
Osterfahrt '04 kannten. Die war wiedermal ziemlich spannend und Micha
fragte sich schon, wann denn endlich der Ausstieg kommt, da er etwas
geschwächt war.
Am letzten Tag packten wir schon früh unsere ganzen Sachen und machten
uns auf den Weg nach Biarritz am Atlantischen Ozean. Micha, Hansi, Guido
und David gingen sofort auf Wasser zum Wellensurfen. Anfangs waren wir
alle etwas enttäuscht, da die Wellen nicht sehr groß waren. Doch nach
etwa 1-2 Stunden sahen wir ca. 1 km entfernt größere Wellen. Also
machten wir uns sofort auf dem Weg dorthin. Da trafen wir noch 20 andere
Surfer mit ihren Surfbrettern an. Die schienen immer Angst zu haben,
wenn wir mit unseren Kajaks auf sie zurasten. Anschließend gingen wir
noch schnell einen kleinen exotischen Salat essen um uns danach mit den
anderen zum Pizza essen zu treffen. Abends gings dann auf den direkten
Weg nach hause zurück.
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