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Amsterdam 2006 1.-3.9. Goedenavond Amsterdam - so hieß es am
Abend des 1. September für 22 Teilnehmer der diesjährigen Kanutour unter
der Leitung von Madita. Die Kanovereniging Sloterplas rief wie bereits
zum 27. Mal zur nächtlichen Fahrt durch die Grachten Amsterdams. Alle
Ankommenden wurden auch zu spät abendlicher Stunde noch freundlich
begrüßt und mit Stellplätzen für Autos, Hänger und Zelte versorgt.
Dann also noch schnell ein Heinecken mit dem ein oder anderen Bekannten getrunken. Ach, du bist auch hier??? Dann ab in die Zelte und Kraft für den nächsten Tag sammeln, wenn man die denn für so ein bisschen Städtetour braucht. In der Ausschreibung steht „nur für geübte Paddler“ sind wir ja alle, die übertreiben sicher!!!!!!!!
Am nächsten Tag war erst einmal shopping und sightseeing angesagt. Genau das Richtige für unsere Mädels!!!!! Wolle hält seine Scheckkarte fest. Um 18.00 Uhr dann treffen bei den Booten. Vielleicht doch erst noch mal ein paar Nudeln oder ein Stück Grillfleisch. Es gilt den 10er Kanadier mit 11 Leuten und Material zu bestücken, 3 2er und 5 1er organisieren sich ebenfalls und dann ab ins Wasser.Jeder will ganz vorne mitfahren. Die Guides des Kanuclubs sorgen dafür, dass niemand zu früh startet.
Punkt 19.30 Uhr starten insgesamt 320 Teilnehmer in gut 200 Booten, hell beleuchtet und z.T. phantasievoll geschmückt (es waren viele Rheinländer). Auch ein „Diskokanadier“ war dabei .Nach 3 km die erste Umtragestelle und eine echte Herausforderung für den 11er.Dann fröhlich weiter vorbei an den Hausbooten, denen man direkt ins Wohnzimmer schauen konnte und deren Bewohner uns auf ihren Terrassen freundlich zuwinkten und anfeuerten. Hinein in die City von Amsterdam. Laolawellen auf den Brücken. Sind Paddler eigentlich nicht gewohnt, so viel Aufmerksamkeit –aber nicht schlecht-.Ab und zu ein Stau wenn es in einer scharfen Kurve rechts oder links ab geht oder es gilt Berufsschifffahrt passieren zu lassen. Da merkt man, dass doch viele Boote auf dem Wasser sind und manche Leute einfach immer drängeln müssen.Es ist schon seit einer Weile dunkel und die Kräfte lassen merklich nach als wir die rot beleuchteten Grachten durchfahren. Der Treck verliert mächtig an Geschwindigkeit!!!!!!!!!!!!! Oder warum wird im Schneckentempo gepaddelt???????????
Nun noch durch die berühmte Brücke und dann auf den Rückweg.Das Teilnehmerfeld zieht sich stark auseinander und in den Booten wird es immer stiller. Manch Beleuchtung erlischt frühzeitig. Wir haben es fast geschafft. Aber nein, wir müssen ja noch mal umtragen. Die Paddler und ihr Material schleppen sich mühsam über das Hindernis. Noch 3 km und es ist geschafft. Zwischen 23.30 Uhr und 1 Uhr sind alle wieder auf dem Vereinsgelände angekommen.
Mit letzter Kraft noch ein Heinecken und dann Matratzenhorchdienst.In der Nacht fliegen uns fast die Zelte weg und es setzt Regen ein, der uns auch beim Packen zu schaffen macht.Na, wer macht mit? Heute noch mal 31 km Tagestour durch die Grachten?Nur die ganz Harten steigen erneut in die Boote.
Der VKL beschließt lieber den nahe Amsterdam gelegene Kanuladen anzufahren.„Wir sind im Paradies!" O Ton Daniel.Mit Tüten beladen treten wir die Heimreise an.Na dann bis zum 1. Wochenende im September 2007, wenn es wieder heißt 28. Internationale I.C.F. Grachtentochten, Amsterdam – nur für geübte Paddler.
Ein Bericht von: Christine L.
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